Zerstörung des Kachowka-Staudamms
Ukrainer verlieren Häuser und fürchten Seuchen
Einen Tag nach der Zerstörung des Kachowka-Staudamms im Süden der Ukraine kristallisiert sich das Ausmaß der Katastrophe langsam heraus. Viele Menschen mussten ihre überschwemmten Häuser verlassen. Zudem wurde in den Flutgebieten die Ausbreitung von Seuchen befürchtet.
Satelliten-Bilder des Unternehmens Maxar zeigen die Zerstörungen am Staudamm Foto: Satellite image © 2023 Maxar Technologies/AFP
Die Vereinten Nationen (UN) erklärten, der Dammbruch werde schwerwiegende und weitreichende Folgen für Tausende von Menschen auf beiden Seiten der Front haben, die vom Fluss Dnipro getrennt wird. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, Hunderttausende Menschen hätten keinen normalen Zugang zu Trinkwasser mehr. In der russisch kontrollierten Stadt Nowa Kachowka direkt an der geborstenen Staumauer wurden russischen Angaben zufolge mindestens sieben Menschen vermisst.