Krieg

Ukraine beklagt russischen Angriff auf Kinderkrankenhaus

Der Krieg in der Ukraine wird für die Bewohner von Großstädten immer bedrohlicher. Am Mittwoch scheiterte erneut ein Großteil der Versuche, Zivilisten über abgesprochene Fluchtwege aus den umkämpften Städten zu evakuieren. Beide Seiten hielten sich gegenseitig vor, geplante Feuerpausen gebrochen oder nicht eingehalten zu haben. Die Regierung in Kiew warf der russischen Armee zudem Angriffe auf zivile Ziele vor.

Eine Frau steht mit ihrem Gepäck vor einer durch einen Angriff beschädigten Geburtsklinik in Mariupol

Eine Frau steht mit ihrem Gepäck vor einer durch einen Angriff beschädigten Geburtsklinik in Mariupol Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

Russland habe während einer geplanten Waffenruhe ein Kinderkrankenhaus in der umzingelten Hafenstadt Mariupol im Südosten bombardiert, erklärte die dortige Stadtverwaltung. Das Hospital sei mehrere Male getroffen worden. „Die Zerstörung ist immens“, hieß es in einer Online-Mitteilung der Kommune. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einer Gräueltat. „Menschen, Kinder liegen unter den Trümmern“, twitterte er. 17 Menschen seien dabei verletzt worden, darunter Frauen in den Wehen, sagte der Gouverneur der Donezk-Region, Pawlo Kyrylenko. Der russische Regierungssprecher Dmitri Peskow antwortete auf die Bitte von Reuters um eine Stellungnahme: „Russische Kräfte feuern nicht auf zivile Ziele.“

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