Razzia im Hinterhof
Über die Drohungen der USA gegenüber Venezuela und die Monroe-Doktrin als Ursprung eines schwierigen Verhältnisses
Die US-Marine fährt schwere Geschütze in der Karibik auf und erhöht den Druck auf das Maduro-Regime in Caracas. Eine Eskalation ist nicht ausgeschlossen. Exil-Venezolaner in Luxemburg befürchten einen Krieg.
US-Marine Flugzeugträger Gerald R. Ford in Einsatzposition, größtes Kriegsschiff der Marine sichtbar auf dem Meer Foto: Petty Officer 3rd Class Gladjimi/U.S. Pentagon/dpa
Wer war Manuel Antonio Noriega Moreno? Einigen Lesern dürfte der Name des früheren Machthabers von Panama noch ein Begriff sein. Zwar war er nie Präsident des Landes, aber als Chef der Nationalgarde und der Regierung genoss Noriega, den viele seiner Landsleute pejorativ „Ananas-Gesicht“ nannten, in den 1980er Jahren unbeschränkte Rechte. Bis er der US-amerikanischen Regierung ein Dorn im Auge wurde, weil er den Betrieb der in Panama angesiedelten „School oft the Americas“ verweigerte – ein Trainingscamp, das Zigtausende lateinamerikanische Militärs durchliefen und das in enger Verbindung mit den schmutzigen Kriegen und der Unterdrückung breiter Bevölkerungsschichten stand.