Außenpolitik unter Biden

USA bestrafen Saudis, sparen Kronprinz Bin Salman aber aus

Joe Biden kündigte im Wahlkampf einen härteren Kurs gegen Saudi-Arabien an. Wegen des Khashoggi-Mordes verhängen die USA nun Sanktionen. Kritik an Biden gibt es trotzdem – weil der Hauptbeschuldigte ungeschoren davonkommt.

Die „New York Times“ kommentierte, Biden scheine bereit dazu zu sein, „den Mörder laufen zu lassen“

Die „New York Times“ kommentierte, Biden scheine bereit dazu zu sein, „den Mörder laufen zu lassen“ Foto: AFP/Jim Watson

Der neue US-Präsident Joe Biden hat den Kurs gegenüber Saudi-Arabien drastisch verschärft und damit eine Abkehr von der Politik seines Vorgängers Donald Trump vollzogen. Im Zusammenhang mit dem Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi im Oktober 2018 verkündete die Biden-Regierung am Freitag (Ortszeit) Sanktionen, von denen Kronprinz Mohammed bin Salman aber verschont blieb. Zuvor hatte das Büro der US-Geheimdienstkoordinatorin Avril Haines einen bisher unter Verschluss gehaltenen Bericht zu dem Fall veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass Bin Salman nach Einschätzung der US-Geheimdienste die Operation zur Gefangennahme oder Tötung Khashoggis im saudischen Konsulat in Istanbul genehmigt hatte.

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