Gefährliche Kandidaten
US-Midterms als Abstimmung über Demokratie
Ein Wahlergebnis nur anerkennen, wenn es in den Kram passt: Diese Strategie macht in den USA seit Trump Schule. Bei den Zwischenwahlen bewerben sich nun etliche Wahlleugner auf wichtige Positionen – und könnten bei kommenden Abstimmungen die Fäden in der Hand halten.
Kari Lake will Gouverneurin in Arizona werden und ist eine glühende Anhängerin von Donald Trump und dessen demokratieverachtenden Ansichten Foto: Mario Tama/Getty Images/AFP
Es ist ein Satz, der zu denken gibt: „Ich werde die Wahl gewinnen, und ich werde dieses Ergebnis akzeptieren.“ Diese Worte stammen von Kari Lake. Es ist ihre Antwort auf die Frage, ob sie das Wahlergebnis akzeptieren wird. Die 53 Jahre alte Republikanerin ist glühende Anhängerin von Ex-Präsident Donald Trump und möchte im US-Bundesstaat Arizona Gouverneurin werden. Gewählt wird am 8. November – dann sind die wichtigen Zwischenwahlen in den USA. An dem Tag wird nicht nur über Senatorinnen und Senatoren sowie Abgeordnete im Kongress abgestimmt. In etwa drei Dutzend Bundesstaaten werden auch Gouverneure oder Parlamentarier gewählt. Doch bei diesen Wahlen geht es um mehr als das – am Ende vielleicht gar um das Fortbestehen der Demokratie.