Kongo

UNO sieht in Gewalt gegen Hema „Elemente eines Völkermords“

Bei Angriffen auf die Volksgruppe der Hema in der Demokratischen Republik Kongo könnte es sich nach Einschätzung der UNO um Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder sogar um Völkermord handeln. Bei mehreren dokumentierten Fällen von Gewalt in der ostkongolesischen Provinz Ituri „könnten zumindest einige der grundlegenden Elemente eines Völkermords“ vorliegen, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Bericht der UN-Mission Monusco und des UN-Menschenrechtsbüros im Kongo (UNJHRO).

Ein zehn-Jahre-alter Kämpfer der so genannten Union Kongolesischer Patrioten (UPC) hält bei einem Schießtraining eine Waffe im Anschlag. (Symbolbild)

Ein zehn-Jahre-alter Kämpfer der so genannten Union Kongolesischer Patrioten (UPC) hält bei einem Schießtraining eine Waffe im Anschlag. (Symbolbild) Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Mindestens 701 Menschen seien seit Dezember 2017 bei Kämpfen zwischen den Volksgruppen Hema und Lendu getötet worden, heißt es in dem Bericht. 142 Menschen seien zudem Opfer sexueller Gewalt geworden. Bei den meisten Opfern handele es sich um Angehörige der Hema-Volksgruppe.

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