Eskalation
Türkische Behörden: Griechische Grenzschützer erschießen Flüchtling
An der Grenze zwischen der Türkei und Griechenland wird die Lage immer dramatischer: Nach türkischen Angaben haben griechische Grenzschützer am Mittwoch einen Flüchtling bei einem versuchten Grenzübertritt erschossen. Die griechische Regierung wies den Vorwurf "kategorisch" zurück, ein AFP-Fotograf beobachtete aber auch Schüsse auf Migranten an einem Grenzübergang. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan stellte der EU unterdessen Bedingungen zur Lösung des Flüchtlingsstreits - er forderte Unterstützung für seinen Syrien-Kurs.
Beamte aus der Türkei geben Anweisungen, während sich die Migranten an der türkisch-griechischen Grenze versammeln. Emrah Gurel/AP/dpa
Das Gouverneursamt der türkischen Region Edirne an der griechischen Grenze erklärte, sechs Flüchtlinge seien durch Schüsse "mit scharfer Munition" von der griechischen Seite der Grenze verletzt worden. Ein Mann sei in die Brust getroffen worden und seinen Verletzungen erlegen. Der griechische Regierungssprecher Stelios Petsas wies den Vorwurf "kategorisch" zurück und erklärte, es handele sich um eine der von der Türkei in die Welt gesetzten "Falschnachrichten".