Österreich
Türkis-grüner Plan für autofreie Zone in der Wiener City düpiert Bürgermeister Ludwig
Knapp vier Monate vor den Wiener Wahlen machen die mit der SPÖ regierenden Grünen gemeinsame Sache mit der ÖVP: Eine autofreie Zone in der City bremst die Verkehrslawine und den roten Bürgermeister aus.
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Michael Ludwig war am gestrigen Montag not amused. Aus den Medien erfuhr der SPÖ-Bürgermeister, was seine Verkehrsstadträtin Birgit Hebein (Grüne) mit Markus Figl (ÖVP), dem Bezirksvorsteher der Inneren Stadt, von langer Hand vorbereitet hat: Die Wiener Innenstadt soll weitgehend autofrei werden. Sowohl Hebein als auch Figl bestätigten gestern, dass die Verhandlungen weit fortgeschritten und nur noch Details zu klären seien. Demnach ist ein generelles Fahrverbot geplant, von dem nur Anrainer, Lieferanten, Einsatzfahrzeuge und öffentlicher Verkehr ausgenommen sein sollen. Die Ringstraße wird die Außengrenze dieser Zone markieren, aber nicht deren Teil sein. Das Projekt ist so weit gediehen, dass es noch vor dem Sommer umgesetzt werden könnte. Das ist der Wunsch der grünen Stadträtin, während sich der türkise Bezirksvorsteher lieber bis nach der Wahl am 11. Oktober Zeit lassen möchte.