Fußball

Trump verteidigt Kumpel Infantino: Entmachtung von Fifa-Boss wäre „schrecklicher Fehler“

Während der Druck auf Gianni Infantino wächst, stellt sich US-Präsident Trump demonstrativ hinter den FIFA-Präsidenten.

Infantino und Trump bei der Siegerehrung bei der WM 2026

Infantino und Trump bei der Siegerehrung bei der WM 2026 Tom Weller/dpa

Donald Trump hat FIFA-Präsident Gianni Infantino öffentlich den Rücken gestärkt. „Die FIFA würde einen schrecklichen Fehler begehen, wenn sie aus irgendeinem Grund auch nur in Erwägung ziehen würde, Präsident Gianni Infantino abzulösen“, schrieb der US-Präsident auf seiner Plattform Truth Social.

Der unter Druck geratene Infantino sei „unglaublich“, unter seiner Leitung habe „die mit Abstand erfolgreichste Weltmeisterschaft jemals stattgefunden – und zwar um das Vierfache“, schrieb Trump weiter: „Wenn er weg ist, wird es nie wieder so erfolgreich und profitabel sein!“

Neue Vorwürfe gegen FIFA-Chef

Infantino, der bislang der einzige erklärte Kandidat für die Wahl im März 2027 ist, steht seit der überraschenden Vorstellung des inzwischen zurückgezogenen Investorenplans massiv in der Kritik. Zuletzt waren zudem neue Anschuldigungen aufgekommen. So soll Infantino in seiner Zeit als UEFA-Generalsekretär (2009 bis 2016) eine hohe Abfindung für eine enge Mitarbeiterin herausgehandelt haben.

Trumps Unterstützung für Infantino steht im Gegensatz zur Reaktion von US Soccer. Der US-amerikanische Fußballverband, Canada Soccer, die CFU (Caribbean Football Union) und die UNCAF (Central American Football Union) hatten am Montag bei Instagram erklärt, sie würden „gemeinsam mit unseren Kollegen auf der ganzen Welt für sinnvolle Veränderungen“ einstehen, „die die Führung, Transparenz und Rechenschaftspflicht der FIFA stärken“.

UEFA erhöht Druck auf Infantino

In ihren Stories teilten sie auch einen Link zum offenen Brief der Europäischen Fußball-Union (UEFA), der Asiatischen Fußball-Konföderation (AFC) sowie des Verbandes von Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik (CONCACAF). Damit hatten UEFA-Präsident Aleksander Ceferin und seine Verbündeten zuvor den Druck im Streit mit Infantino erhöht.

Trump und Infantino stellen sich immer wieder als enge Vertraute dar. Im Dezember hatte Infantino dem US-Präsidenten einen eigens für diesen geschaffenen FIFA-Friedenspreis überreicht. Während der WM kam es dann zum Skandal, als der Weltverband nach einem Anruf Trumps bei Infantino eine Spielsperre für den US-Stürmer Folarin Balogun aufhob. Die FIFA erklärte dazu später, die Entscheidung habe nichts mit Trump zu tun gehabt.

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