Ukraine-Krieg

Trump stellt „sehr großes“ Abkommen mit Moskau zu Ukraine und „ganz Europa“ in Aussicht

Donald Trump kündigt ein mögliches großes Abkommen mit Russland an, das nach seinen Worten auch Europa betreffen könnte. Während Melania Trump für eine dauerhafte Waffenruhe wirbt, drängt der ukrainische Präsident Selenskyj auf Fortschritte bei den Verhandlungen.

Ein „großes, schönes Abkommen“ mit Russland: US-Präsident Donald Trump stellt eine Vereinbarung in Aussicht, die über die Ukraine hinausreichen könnte

Ein „großes, schönes Abkommen“ mit Russland: US-Präsident Donald Trump stellt eine Vereinbarung in Aussicht, die über die Ukraine hinausreichen könnte Foto: Mandel Ngan/AFP

Nach einem Treffen von Vertretern Moskaus und Kiews im Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump ein „sehr großes“ Abkommen mit Russland vorausgesagt, das nicht nur die Ukraine, sondern möglicherweise „ganz Europa“ betreffen könnte. „Er wird mehr als die Ukraine umfassen, und ich könnte sogar sagen, dass er ganz Europa umfassen könnte“, sagte Trump am Donnerstag vor Journalisten im Oval Office.

Nach eigenen Angaben traf sich der US-Präsident mit Kreml-Berater Kirill Dmitrijew im Weißen Haus in Washington. US-First-Lady Melania Trump hatte zuvor Vertreter Moskaus und Kiews im Weißen Haus empfangen, darunter auch Dmitrijew.

„Ich kann Ihnen nicht sagen, worüber ich gesprochen habe“, sagte Trump. „Ich sage Ihnen nur: Es wird eine Übereinkunft geben, es wird eine große Übereinkunft geben.“ Er fügte hinzu: „Es wird ein großes, schönes Abkommen werden, und alle werden begeistert sein.“ Trump sagte, er habe sich am Donnerstag nicht mit den ukrainischen Vertretern getroffen.

Melania Trump wirbt für dauerhafte Waffenruhe

US-First-Lady Melania Trump hatte sich zuvor bei dem Treffen mit Dmitrijew und dem ukrainischen Unterhändler David Arachamia für eine „dauerhafte“ Waffenruhe in der Ukraine ausgesprochen. Als Vorbild könne die sechstägige Feuerpause in der Stadt Oleschky in der vergangenen Woche dienen, sagte die Frau von US-Präsident Trump.

„Jetzt müssen wir den Mut, den wir nach Oleschky gebracht haben, nutzen, um durch das gemeinsame Mitgefühl für das Leid unschuldiger Menschen eine Basis des Einvernehmens zu finden“, sagte sie vor Journalisten. „Gemeinsam können wir etwas schaffen, das dauerhafter ist als ein vorübergehender Waffenstillstand“, fügte sie hinzu.

Briefe an Putin und Selenskyj übergeben

Die aus Slowenien stammende Melania Trump erklärte, sie habe Dmitrijew und Arachamia Briefe an den russischen Präsidenten Wladimir Putin und den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj überreicht. Moskaus Vertreter Dmitrijew erklärte, er habe sich im Namen Putins bei der US-First-Lady für ihre „herausragende humanitäre Rolle“ bedankt.

Selenskyj hatte Melania Trump am Mittwoch wegen ihrer Bemühungen um Oleschky mit einem nationalen Orden ausgezeichnet. Er würdige damit ihren „bedeutenden persönlichen Beitrag zur humanitären Unterstützung für die Ukraine sowie ihr aktives Engagement für Menschenrechte und Wohltätigkeit“, erklärte das Präsidentenbüro in Kiew.

Selenskyj drängt auf Fortschritte bei Verhandlungen

Die First Lady hatte die begrenzte Waffenruhe in der russisch besetzten ukrainischen Stadt Oleschky vermittelt, um einen humanitären Einsatz zu ermöglichen. Die Feuerpause, die bis Sonntag galt, war die längste in dem seit gut viereinhalb Jahren andauernden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Melania Trump hatte sich in der Vergangenheit mehrfach für die Rückkehr nach Russland verschleppter ukrainischer Kinder stark gemacht.

In Kiew hatte der ukrainische Präsident Selenskyj am Mittwoch die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner getroffen. Selenskyj sprach im Onlinedienst X von einem „sehr ausführlichen Gespräch von anderthalb Stunden“. Die Verhandlungen müssten „mit voller Kraft vorangetrieben werden, um diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden“, erklärte Selenskyj weiter. „Die Ukraine ist bereit, die notwendigen Schritte zu unternehmen“, fügte er hinzu.

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