Rentenreform
Trotz Kompromissangebots der Regierung in Frankreich kein Streikende in Sicht
Nach wochenlangen Streiks und Protesten ist die französische Regierung im Streit um die Rentenreform auf die Gewerkschaften zugegangen. Premierminister Edouard Philippe stellte am Samstag in Aussicht, die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 64 Jahre vorerst aus dem Gesetzentwurf zu streichen. Moderate Gewerkschaften begrüßten den Kompromissvorschlag, die anderen lehnten ihn umgehend ab. Ein Ende der Streiks ist somit nicht in Sicht: Für Donnerstag riefen mehrere Gewerkschaften zu neuen landesweiten Streiks und Protesten auf.
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Mit dem vorläufigen Verzicht auf das höhere Renteneintrittsalter wolle er den Sozialpartnern sein "Vertrauen" beweisen, erklärte Philippe in einem Schreiben an Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände. Sollte die von den Gewerkschaften vorgeschlagene Konferenz über eine alternative Finanzierung des Rentensystems jedoch scheitern, werde die Regierung auf die Erhöhung des Renteneinstiegsalters zurückkommen, warnte er. Dieses solle dann ab dem Jahr 2022 schrittweise auf 64 Jahre im Jahr 2027 steigen. Präsident Emmanuel Macron sprach von einem "konstruktiven und verantwortungsvollen" Kompromissvorschlag.