Madrid-Wahl
Triumph der Lockdown-Skeptiker: Corona-Müdigkeit beschert Konservativen den Sieg
Die Wahl in Madrid wurde zum politischen Erdbeben. Die Konservativen triumphieren, brauchen aber die Rechtsradikale Vox-Partei. Gewinnerin Ayuso schielt schon auf den Premierposten – und Podemos schneidet so schlecht ab, dass ihr Chef zurücktritt.
Feiern nach der Wahl: Die breite Mehrheit machte mit ihrer Stimme klar, dass sie Ayusos kompromissloses Öffnungsmodell bevorzugt Foto: AFP/Pierre-Philippe Marcou
Nicht wenige europäische Lockdown-Skeptiker verfolgen sehr aufmerksam jenes politische Erdbeben, das sich gerade im Großraum der spanischen Hauptstadt Madrid abspielt. Dort feierte die konservative Landesfürstin Isabel Diaz Ayuso einen triumphalen Sieg, den sie vor allem einem Umstand zu verdanken hat: ihrer hartnäckigen Ablehnung jeglicher Shutdown-Schritte. Wegen Ayusos Lockdown-Verweigerung sind in Madrid trotz hoher Infektionszahlen seit Monaten Gastronomie, Geschäfte, Fitnessstudios und Kultureinrichtungen geöffnet.