Belarus-Proteste

„Terror gegen Volk“ – Lukaschenko lässt Oppositionszentrale schließen

Mit Razzien und Festnahmen geht der Machtapparat des belarussischen Staatschefs Lukaschenko gegen die Opposition vor. Deren Hauptquartier in Minsk ist nun versiegelt. Mit einem eindringlichen Appell wendet sich Nobelpreisträgerin Alexijewitsch an die Öffentlichkeit.

Polizisten nehmen Unterstützer der Oppositionspolitikerin Kolesnikowa bei einer Demonstration fest. Nach ihrem Verschwinden ist die bekannte Oppositionspolitikerin in Belarus (Weißrussland) dem Grenzschutz zufolge festgenommen worden.

Polizisten nehmen Unterstützer der Oppositionspolitikerin Kolesnikowa bei einer Demonstration fest. Nach ihrem Verschwinden ist die bekannte Oppositionspolitikerin in Belarus (Weißrussland) dem Grenzschutz zufolge festgenommen worden. Foto: Uncredited/AP/dpa

Mit der Schließung der Zentrale der Demokratiebewegung in Minsk und der Festnahme des Juristen Maxim Snak erhöht Machthaber Alexander Lukaschenko weiter den Druck auf die Opposition in Belarus. Maskierte drangen am Mittwochmorgen in das Hauptquartier der Demokratiebewegung ein, nahmen Computer und Dokumente mit und versiegelten dann die Halle in einem Geschäftszentrum in Minsk. Zudem nahmen die Männer den oppositionellen Anwalt Snak in Gewahrsam, der als einer der letzten vom Präsidium des Koordinierungsrates der Zivilgesellschaft noch in Freiheit gewesen war. Tief bestürzt über das Vorgehen gegen ihre Mitstreiter im Präsidium zeigte sich die Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch.

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