Söldner

Tausende Ausländer wollen in der Ukraine gegen die russische Armee kämpfen

Michael Ferkol ist gerade für sein Archäologie-Studium in Rom, als er den Aufruf des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach Unterstützung durch ausländische Kämpfer gegen die russischen Invasoren mitbekommt. Wenige Tage später meldet sich der Amerikaner, der einst als Versorgungsspezialist bei Ingenieur-Einheiten in der US-Armee diente, beim militärischen Rekrutierungsbüro in der westukrainischen Stadt Lwiw zum Einsatz als Sanitäter an der Front.

Ukrainische Zivilisten werden im Umgang mit Waffen ausgebildet: Im Gegensatz zu hoch motivierten Freiwilligen sind Söldner oft sehr gut ausgebildet – und wissen, was auf sie zukommt.

Ukrainische Zivilisten werden im Umgang mit Waffen ausgebildet: Im Gegensatz zu hoch motivierten Freiwilligen sind Söldner oft sehr gut ausgebildet – und wissen, was auf sie zukommt. Foto: Bernat Armangue/AP/dpa

„Ich sagte ihnen, ich wolle mich um Patienten kümmern“, so der 29-Jährige, der keine Kampferfahrung hat. „Es war auch ein Finne dabei, der sagte: 'Ich will nur Russen töten.'“ Die Ukraine hat eine Legion mit ausländischen Freiwilligen aufgestellt. Sie sollen nach den Worten von Präsident Selenskyj „Seite an Seite mit den Ukrainern gegen die russischen Kriegsverbrecher kämpfen“. Allein bis vergangene Woche meldeten sich demnach mehr als 16.000 Ausländer. Die Nachrichtenagentur Reuters befragte rund 20 ausländische Kämpfer. Manche sehen den Kampf eines demokratischen Landes gegen den aggressiven Nachbarn als Motivation an. Für andere bietet der Krieg in der Ukraine eine Chance, ihre Kampffähigkeiten einzusetzen, die ihre eigenen Regierungen nicht mehr zu schätzen wissen.

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