Deutschland
Taktischer Showdown bei den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen
Die rechtsextreme Alternative für Deutschland (AfD) hat gute Chancen, bei den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen stärkste Partei zu werden. Wie konnte es – und vor allem in den ostdeutschen Bundesländern – so weit kommen? Die Erklärung ist nicht nur in den vergangenen 35 Jahren seit dem Fall der Berliner Mauer zu finden.
Björn Höcke (AfD, ausnahmsweise links) und Mario Voigt (CDU), Spitzenkandidaten der Landtagswahl in Thüringen, beim TV-Duell im April Foto: dpa/Michael Kappeler
„Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.“ Die ersten beiden Verse von Heinrich Heines vor 180 Jahren erschienenen Gedicht „Nachtgedanken“ besitzen knapp acht Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur eine bedrohliche Aktualität. Denn zum ersten Mal kann eine rechtsextreme Partei zumindest auf regionaler Ebene die stärkste politische Gruppierung werden.