Analyse von außen
Supermacht Europa: Es gibt reichlich Belege für die Stärke des Kontinents
Wenn es eine wichtige Erkenntnis aus der gerade zu Ende gegangenen Münchner Sicherheitskonferenz gibt, dann ist es die Botschaft des Vertrauens und der Zuversicht im Hinblick auf Europa. Die Europäische Union ist eine Technologie-, Handels- und Industriemacht.
Die Investitionen in die Energiewende waren im vorigen Jahr in der EU auf einem Rekordwert Foto: Gabriel Bouys/AFP
Belege für diese Stärke gibt es reichlich, und in ganz Europa: Vor der Nordküste Polens, knapp hinter dem Horizont, ragen 233 riesige Turbinen – jede fast so hoch wie der Eiffelturm – aus dem Meeresboden empor. Mit deutschen Rotoren, in Dänemark entworfenen Fundamenten und Kabeln aus Polen und Griechenland werden sie zu imposanten Symbolen für die herausragende Fertigungsqualität und industrielle Stärke Europas. Als neueste Ergänzungen zu einer bereits riesigen Flotte von Windkraftanlagen in der Ostsee schaffen sie Tausende von Arbeitsplätzen entlang der gesamten Lieferkette, und wenn sie den Betrieb aufgenommen haben, werden sie zusätzliche 5,5 Millionen Haushalte mit sauberer Energie versorgen.
Die Offshore-Windparks Polens, die Energie in Europa, durch Europa und für Europa produzieren, sind nicht nur wirtschaftlich von großer Bedeutung, sondern auch strategisch. Sie tragen zum Ausbau sauberer Energien bei, der auf dem gesamten Kontinent von Italien im Süden bis Irland und Litauen im Norden stattfindet. Kabel und Verbindungsleitungen – genug, um die Erde viele Male zu umspannen – werden derzeit verlegt, um die windigen nördlichen Meere mit der sonnenverwöhnten Mittelmeerküste zu verbinden und so eine Superautobahn für das Zeitalter der Elektronen zu errichten.