Österreich
Suiziddrama im FPÖ-Intrigantenstadel
Eine Intrigenaffäre in der FPÖ nahm am Sonntag eine dramatische Wende: Ein Vertrauter von FPÖ-Chef Herbert Kickl versuchte, sich das Leben zu nehmen, nachdem aufgeflogen war, dass er Urheber einer anonymen Korruptionsanzeige gegen die Wiener FPÖ war.
FPÖ-Chef Herbert Kickl wird nach dem Suizidversuch eines engen Vertrauten einige Erklärungen schuldig sein Foto: Michael Gruber/AP
Es lief wieder ganz gut für die FPÖ. Der Ibiza-Skandal um das heimlich aufgenommene Video mit Ex-Parteichef Karl-Heinz Strache macht drei Jahre danach weniger den Blauen als der nun mit den Grünen koalierenden ÖVP zu schaffen. Die Pandemie brachte der FPÖ mit Impfskeptikern und Corona-Leugnern eine neue Zielgruppe, die nun mit einem neutralistischen Kurs im Ukraine-Konflikt bedient wird. In den Umfragen liefern sich die Freiheitlichen bei etwa 20 Prozent mit den abgestürzten Türkisen ein Duell um Platz zwei – zehn Prozentpunkte hinter den aufstrebenden Sozialdemokraten.