Indonesien

Suharto geehrt, Proteste unterdrückt: Eine Demokratie bewegt sich auf den Abgrund zu

Indonesien ehrt einen Diktator: Präsident Prabowo Subianto verlieh Suharto posthum den Titel eines Nationalhelden. Die Entscheidung löst Empörung aus und wirft ein Schlaglicht auf den schleichenden Rückfall des Landes in autoritäre Strukturen.

Indonesiens Präsident Prabowo Subianto während einer nationalen Feier vor einigen Wochen in Jakarta

Indonesiens Präsident Prabowo Subianto während einer nationalen Feier vor einigen Wochen in Jakarta Foto: Yasuyoshi Chiba/AFP

Als Präsident Prabowo Subianto seinem ehemaligen Schwiegervater Suharto vor etwas mehr als zwei Wochen posthum den Titel eines Nationalhelden verlieh, war dies mehr als eine symbolische Geste. Es war die offizielle Rehabilitierung eines Diktators, unter dessen mehr als drei Jahrzehnte währender Herrschaft Hunderttausende starben, Korruption grassierte und Menschenrechte systematisch verletzt wurden. Die Zeremonie markiert einen Tiefpunkt in der demokratischen Entwicklung Indonesiens – und das Ende einer ohnehin brüchigen Aufarbeitung der Vergangenheit.

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