Dover
Streit zwischen Großbritannien und Frankreich um Reisechaos am Ärmelkanal
Hohes Reiseaufkommen und wegen des Brexit nötige zusätzliche Grenzkontrollen haben in Großbritannien zu langen Staus auf dem Weg über den Ärmelkanal nach Frankreich geführt. Gewerkschaften, Hafenverwaltungen und die französischen Behörden waren sich am Samstag einig, dass der Grund dafür vor allem Großbritanniens Austritt aus der EU sei. Die britische Außenministerin Liz Truss gab hingegen Frankreich die Schuld.
Mehr als 70.000 Passagiere wurden in den letzten drei Tagen am Hafen von Dover abgefertigt – mit den entsprechenden Wartezeiten Foto: PA Wire/dpa/Gareth Fuller
Vor der Überfahrt nach Frankreich haben am Wochenende wieder etliche Reisende vor dem britischen Hafen Dover lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen. Hafen-Chef Doug Bannister warnte vor Verzögerungen von bis zu sechs Stunden. Auch die Fährbetreiber wiesen ihre Gäste an, wegen der Zufahrt zum Hafen und der Sicherheitsüberprüfungen drei bis vier Stunden vor Abfahrt vor Ort zu sein. Zu Ferienbeginn wurden bis Sonntagmorgen rund 72.000 Passagiere abgefertigt – mehr als 322 Kilometer Touristen- und Frachtverkehr zusammen, wie der Haften mitteilte. Die Behörden arbeiteten „rund um die Uhr“.