EU-Energieminister

Streit um europäischen Gaspreisdeckel geht weiter

Im Streit um einen europäischen Gaspreisdeckel haben sich die Fronten weiter verhärtet. Ein Vorschlag der EU-Kommission sorgte beim Treffen der 27 EU-Energieminister am Donnerstag in Brüssel für so viel Ärger, dass auch eigentlich unstrittige Themen auf die lange Bank geschoben wurden. Nun müssen sogar gemeinsame Gaskäufe und schnellere Genehmigungen für Solaranlagen warten.

Die „Neptune“ fährt in den Hafen von Mukran vor der Küste der deutschen Insel Rügen. Das Spezialschiff dient der Umwandlung von verflüssigtem Erdgas in den gasförmigen Zustand. Die deutsche und andere Regierungen in der EU befürchten, dass durch die Einführung eines Gaspreisdeckels Förderländer kein Flüssiggas (LNG) nach Europa liefern.

Die „Neptune“ fährt in den Hafen von Mukran vor der Küste der deutschen Insel Rügen. Das Spezialschiff dient der Umwandlung von verflüssigtem Erdgas in den gasförmigen Zustand. Die deutsche und andere Regierungen in der EU befürchten, dass durch die Einführung eines Gaspreisdeckels Förderländer kein Flüssiggas (LNG) nach Europa liefern. Foto: Christian Morgenstern/Deutsche ReGas/dpa

„Es war eine hitzige Debatte“, räumte der tschechische Minister Jozef Sikela als Vorsitzender der EU-Energieminister nach dem Treffen ein. Man habe sich nicht auf einen Preisdeckel einigen können und werde sich am 13. Dezember erneut treffen. Dabei schiebt die EU gemeinsame Maßnahmen gegen die Energiekrise bereits seit Monaten vor sich her. Die Schuld geben viele Deutschland, das sich gegen einen EU-weiten Gaspreisdeckel sträubt. Der deutsche Energieminister Robert Habeck stand auch diesmal auf der Bremse.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Großbritannien

Angespannte Lage: Zehntausende bei Demo von rechtsextremem Aktivisten in London

Deutschland

„Familien brauchen Verlässlichkeit statt neuer Kürzungsdebatten“