Australien

Strafen für Verstöße gegen Social-Media-Verbot verdoppelt

Ein halbes Jahr nach Einführung des weltweit ersten gesetzlichen Social-Media-Verbots für Unter-16-Jährige verstärkt Australien seinen Druck auf die Tech-Industrie erheblich. Die Geldstrafen werden verdoppelt, die Aufsichtsbehörde bekommt erweiterte Kompetenzen. Gleichzeitig belegen Untersuchungen, dass die meisten Jugendlichen die Sperren nach wie vor umgehen.

Jugendlicher nutzt trotz Social-Media-Verbot in Australien unter 16 Jahren weiterhin Smartphone und soziale Netzwerke

Das Social-Media-Verbot in Australien für Jugendliche unter 16 Jahren greift nur sehr bedingt Foto: David Gray/AFP

Australien verschärft sein historisches Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige deutlich: Künftig drohen Tech-Unternehmen bei systematischen Verstößen Strafen von bis zu 99 Millionen australischen Dollar (rund 164 Millionen Euro) – doppelt so viel wie zuvor. Parallel dazu werden die Befugnisse der eSafety-Behörde ausgebaut: Sie kann Plattformen nun zwingen, nachzuweisen, welche speziellen Maßnahmen sie umgesetzt haben, um Minderjährigen den Zugang zu versperren. Außerdem darf die Behörde Informationen von Dritten einholen, beispielsweise den Anbietern von Altersverifikation oder von App-Stores.

Seit dem 10. Dezember 2025 ist Australien das einzige Land weltweit, das Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren den Zugang zu Plattformen wie TikTok, Instagram, Snapchat und YouTube per Gesetz verbietet. Seither wurden rund fünf Millionen Konten von Minderjährigen deaktiviert. Kommunikationsministerin Anika Wells pries dies als „enormen Erfolg“ an.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Woche der Rekordtemperaturen

Klimawandel hautnah: Worauf sich Europa in Zukunft einstellen muss

Frankreich

Elf Tote bei Absturz von Kleinflugzeug bei Nancy