Analyse von Ian Bremmer

Die letzte Trump-Wahl: Wieso der US-Präsident seiner Partei bei den Midterms mehr schadet als hilft

Kaum eine Idee ist für das politische Image von US-Präsident Donald Trump so grundlegend wie seine beharrliche Behauptung, die amerikanische Linke würde Wahlen auf seine Kosten manipulieren. „Wenn wir sie nicht aufhalten“, warnt er seine Anhänger, „werden wir kein Land mehr haben“.

11.08.2026, USA, Geneva: US-Präsident Donald Trump nimmt an den Patriot Games an der Spire Academy in Geneva, Ohio, teil. Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

11.08.2026, USA, Geneva: US-Präsident Donald Trump nimmt an den Patriot Games an der Spire Academy in Geneva, Ohio, teil. Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Foto: Mark Schiefelbein/dpa

Als er 2016 Hillary Clinton (fair) besiegte, ohne jedoch die Stimmenmehrheit zu gewinnen, beharrte er darauf, dass Millionen illegal gegen ihn gestimmt hätten und dass die Demokratische Partei „die Wahl an den Wahlurnen manipuliert“ habe. Als er 2020 gegen Joe Biden verlor, erhob er diese und andere Vorwürfe und stachelte anschließend einen Sturm auf das Kapitol an, um zu versuchen, die Bestätigung des Wahlergebnisses zu verhindern. Im Jahr 2024 erklärte er, die Demokraten hätten seinen Sieg über Kamala Harris nur anerkannt, weil der Vorsprung „zu groß gewesen sei, um manipuliert zu werden“.

Nun steht Trump vor seiner letzten Volksabstimmung. Sein Name wird im November dieses Jahres zwar nicht auf dem Stimmzettel stehen, doch die Ergebnisse der Kongress-Zwischenwahlen gelten fast immer als Volksabstimmung über den amtierenden Präsidenten und seine Amtsführung – und das gilt umso mehr, wenn seine Partei in beiden Kammern des Kongresses die Mehrheit hält.

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