Ukraine-Krieg
Steigende Energiepreise und fallende Umfragewerte bringen Bulgariens Regierung unter Druck
Die Folgen des Ukrainekriegs setzen Bulgariens labile Vierparteienkoalition stets stärker unter Druck. Ob bei Waffenlieferungen an Kiew über Sofias Veto gegen EU-Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien bis zur Energiepolitik: Einig sind sich die Koalitionspartner selten – und ihre Umfragewerte fallen.
Bulgariens Premier Kiril Petkow besuchte den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Ende April in Kiew Foto: AFP/Sergej Supinsky
Aus seinem besorgten Herzen macht Bulgariens Premier Kiril Petkow keine Mördergrube. Der Krieg in der Ukraine habe seinem Land „viele Krisen“ beschert, „weil wir es zugelassen haben, abhängig von Russland zu sein“, klagte der prowestliche Chef der Anti-Korruptionspartei PP in dieser Woche auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.