Deutschland
Stationierung von US-Langstreckenwaffen: Forderungen nach Debatte werden lauter
Die deutsche Regierung und die USA hatten am Rande des NATO-Gipfels vereinbart, dass ab 2026 wieder US-Langstreckenwaffen in Deutschland stationiert werden sollen. Einigen Parlamentariern ging das zu schnell.
Abschuss einer Tomahawk-Rakete vom US-Zerstörer „Stethem“ Foto: Jaret Morris/US Navy/AFP
Vor einer Entscheidung zur Stationierung von US-Langstreckenwaffen in Deutschland hätte es nach Ansicht von Abgeordneten eine öffentliche Debatte darüber im Bundestag geben müssen. Der Verteidigungsexperte der Unionsfraktion, Johann Wadephul, sieht weiterhin den Bedarf. „Natürlich muss der Bundestag diese Frage diskutieren. Die Kommunikation der Bundesregierung dazu ist unterirdisch“, sagte der CDU-Politiker dem Tageblatt. „Wenn eine derart wichtige Entscheidung nur per Pressekonferenz mitgeteilt wird, verlieren wir die notwendige Unterstützung im Parlament und in der Öffentlichkeit“, warnte Wadephul.