Österreich

Startschuss für umstrittene Reform des maroden Bundesheeres

Österreichs chronisch unterfinanziertes Bundesheer steht vor einem weiteren Aderlass. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner ließ sogar schon über eine Demilitarisierung nachdenken.

Der Oberbefehlshaber des Bundesheeres, Präsident Alexander Van der Bellen, bat seinen Verteidigungsminister zum Rapport in die Hofburg

Der Oberbefehlshaber des Bundesheeres, Präsident Alexander Van der Bellen, bat seinen Verteidigungsminister zum Rapport in die Hofburg Foto: Reuters/Leonhard Foegger

Bei Auslandseinsätzen zeigt sich die alpenrepublikanische Armee von ihrer besten Seite. Bei diversen Friedensmissionen brillieren die Soldaten mit modernem Gerät, das es daheim längst nicht mehr gibt. Uralte Fahrzeuge, antike Flieger, baufällige Kasernen – in Wahrheit ist das Bundesheer ein Militärmuseum. Der Großteil der Kfz-Flotte des Heeres wurde zwischen 1973 und 1983 angeschafft. Vor einem Jahr schon hatte der damalige Verteidigungsminister Thomas Starlinger seine EU-Amtskollegen darauf eingestimmt, dass auch der schöne Schein der Auslandseinsätze nicht mehr lange aufrechterhalten werden könne. Sollte es nicht ausreichend Geld geben, werde man sich gezwungenermaßen „Schritt für Schritt“ zurückziehen, warnte der parteilose Minister und forderte eine Aufstockung des Verteidigungsbudgets auf ein Prozent der Wirtschaftsleistung.

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