Russland
Sputniks Startschwierigkeiten – nicht einmal Putin ließ sich bislang impfen
Russland wollte mit „Sputnik V“ westlichen Pharmakonzernen die Stirn bieten. Doch die Skepsis der eigenen Bevölkerung und mangelnde Produktionskapazitäten machen dem Prestigeprojekt zu schaffen.
„Tut nicht weh, ist nicht schlimm“: Auch in Russland ist das Medieninteresse an der Impfung groß, die Skepsis allerdings ebenfalls Foto: AFP/Natalia Kolesnikova
„Wie ein Mückenstich“ sei es gewesen, sagt Dmitrij Makogontschuk. „Tut nicht weh, ist nicht schlimm.“ „Sputnik V“, das russische Vakzin gegen Covid-19, wurde ihm vor ein paar Minuten in den linken Oberarm gespritzt. Der 20-Jährige – kurzes braunes Haar, hellgrauer Anzug – sitzt nach der Immunisierung in einem braunen Polstersessel im Gang der Moskauer Poliklinik 121 und tippt in seinem Smartphone herum. Eine halbe Stunde müsse er noch abwarten, haben die Ärzte gesagt. Reine Vorsichtsmaßnahme. Wenn er sich dann gut fühle, könne er nach Hause gehen.