Deutschland

Sprengstoff-Drohne von Leipzig – wohin führt die Fährte?

Nach dem Fund einer mit Sprengstoff präparierten Drohne am Flughafen Leipzig ist die Politik im Alarmmodus: Innenminister Dobrindt spricht von einem „hybriden Anschlagsszenario“. Was bisher über den Vorfall bekannt ist.

Die mit Sprengstoff versehene Drohne wurde in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs von einem Flughafenmitarbeiter aus der Luft geholt

Die mit Sprengstoff versehene Drohne wurde in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs von einem Flughafenmitarbeiter aus der Luft geholt Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Immer häufiger werden unbekannte Drohnen an deutschen Flughäfen zum Problem, immer häufiger sieht sich Deutschland hybriden Angriffen ausgesetzt. So auch beim jüngsten Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle. Ein Überblick über das, was bisher bekannt ist – und welche Konsequenzen daraus gezogen werden sollen.

Was genau ist vorgefallen? In der Nacht auf Mittwoch entdeckte ein Mitarbeiter des Flughafens Leipzig/Halle eine Drohne mit Sprengstoffvorrichtung auf einer Start- und Landebahn. Er holte das Fluggerät nach dpa-Informationen aus Sicherheitskreisen mit einem Fußtritt aus der Luft und brachte es zu Boden. Die Drohne befand sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen nahe einer ukrainischen Transportmaschine vom Typ Antonow AN-124 Condor. Spezialisten der Bundespolizei entschärften die Sprengvorrichtung. Nach Recherchen von Süddeutscher Zeitung (SZ), NDR und WDR fanden Experten bei Untersuchungen die Sprengstoffe PETN und Semtex, die auch vom Militär eingesetzt werden. Eine Explosion wurde offenbar nur verhindert, weil der Zünder an der Vorrichtung abgerissen war. Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen, ein politischer Hintergrund wird nicht ausgeschlossen.

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