Wahl in Mecklenburg-Vorpommern
AfD im Nordosten trotz Wahlsieg ohne Regierungsoption
Zuletzt war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen nach einer spektakulären Aufholjagd von SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. In Mecklenburg-Vorpommern hat die AfD die Wahl gewonnen. Was das für den Nordosten bedeutet.
Der SPD ist mit Manuela Schwesig eine bemerkenswerte Aufholjagd gelungen Foto: AFP/Ronny Hartmann
Nach Sachsen-Anhalt jetzt Mecklenburg-Vorpommern: Die AfD hat die zweite Landtagswahl in Folge gewonnen. Der AfD-Kandidat für das Ministerpräsidentenamt, Leif-Erik Holm, verfehlte laut Hochrechnungen zwar die von ihm anvisierten „43 Prozent plus X“ deutlich. Er hat mit gut 37 Prozent trotzdem die Wahl gewonnen.
Der SPD ist mit Landesmutter Manuela Schwesig wiederum unter dem Motto „Die Frau gegen Blau“ eine bemerkenswerte Aufholjagd gelungen. Sie landete dennoch mit mehr als 35 Prozent auf Platz zwei. Sie sprach von der „schwersten Landtagswahl“ mit „ziemlich viel Gegenwind aus dem Bund“. Schwesig wies darauf hin, dass sie angetreten sei, um eine AfD-Alleinregierung zu verhindern. „Das ist gelungen.“ Die Mehrheit der Bürger habe sich ganz klar für demokratische Parteien entschieden. Sie stehe für eine stabile, demokratische Regierung bereit.