Deutschland

Spahn sieht ermutigende Entwicklung, aber keinen Grund zur Entwarnung

Deutschland ist mit seinen gesundheitlichen Kapazitäten bislang gut durch die Corona-Krise gekommen. Das haben der zuständige Minister Jens Spahn (CDU) und der Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, am Freitag vor Journalisten deutlich gemacht. Ein Grund zur Entwarnung sei das aber noch nicht.

Deutschlands Gesundheitsminister Jens Spahn gibt trotz Erfolgen noch keine Entwarnung

Deutschlands Gesundheitsminister Jens Spahn gibt trotz Erfolgen noch keine Entwarnung Foto: AFP/John MacDougall

Gleich mehrere Erfolge konnte das RKI jetzt vermelden: Zum einen hat sich die sogenannte Reproduktionsrate in letzter Zeit deutlich verringert. Sie liegt aktuell bei 0,7. Demnach steckt ein Infizierter inzwischen weniger als einen weiteren Menschen an, was für ein schrittweises Abflauen der Epidemie spricht. Anfang März lag dieser Wert noch bei 3,0. Das hatte eine rasante Ausbreitung des Virus bedeutet. Ein weiterer Lichtblick: Rund 82.000 Menschen sind wieder genesen. Das sind deutlich mehr als die Hälfte der registrierten Infizierten. Ihre Zahl wurde mit rund 135.000 Personen angegeben. Demnach gesunden also mehr Menschen, als sich neue infizieren. In den einzelnen Bundesländern ist die Lage allerdings sehr unterschiedlich. Bayern weist aktuell mit mehr als 36.000 Infizierten den höchsten Anteil aus. In Mecklenburg-Vorpommern dagegen sind es weniger als 700. „Der Ausbruch ist – Stand heute (Freitag) – wieder beherrschbar und beherrschbarer geworden“, kommentierte Spahn die Entwicklung. Das Gesundheitssystem sei bislang zu keiner Zeit überfordert gewesen, so der CDU-Politiker.

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