Kommunalwahlen in Frankreich
So haben Luxemburgs Nachbargemeinden gewählt
Der rechtspopulistische Rassemblement national (RN) kann nach den französischen Kommunalwahlen seine Präsenz in der Großregion deutlich ausbauen und gewinnt drei neue Bürgermeister hinzu. Doch der ganz große Erfolg bleibt aus.
RN-Fraktionschefin Marine Le Pen war Ende Januar zu Gast in Saint-Avold, um die Kandidaten ihrer Partei zu unterstützen Foto: AFP
„Paris wird niemals eine Stadt der Rechtsextremen sein“, verkündet Wahlsieger Emmanuel Grégoire noch am Sonntagabend. Der Kandidat der linken Liste hatte sich bei der Bürgermeisterwahl mit zehn Prozentpunkten Vorsprung vor Rachida Dati, früher konservative Kulturministerin und Kandidatin der Rechten, durchgesetzt. Mit Grégoire siegt ein Sozialist bei den Kommunalwahlen in Paris, in Marseille setzt sich der amtierende linke Bürgermeister Benoît Payan gegen seinen rechtspopulistischen Konkurrenten Franck Allisio vom Rassemblement national (RN) durch.
Der große Symbolsieg für den RN in Hinblick auf die Präsidentschaftswahl 2027, ein Erfolg in Frankreichs zweitgrößter Stadt Marseille, ist also ausgeblieben. Dennoch hat der RN bei dieser Kommunalwahl beeindruckende Ergebnisse eingefahren – vor allem im ländlichen Raum abseits der Großstädte. So auch in Luxemburgs unmittelbarer Nachbarschaft in den Départements Moselle und Meurthe-et-Moselle.