Bruch mit EVP
Sloweniens Rechtspopulisten könnten Vorbild Orban in die Selbstisolation folgen
Nach dem Austritt von Ungarns nationalpopulistischer Fidesz-Partei aus der christdemokratischen EVP mehren sich in Sloweniens regierender SDS die Anzeichen für einen Bruch mit der EVP. Doch nicht nur wegen der nahenden EU-Präsidentschaft wäre dies für Premier Jansa mit Risiken verbunden.
Berüchtigt für seine Twitter-Eskapaden: Sloweniens Premier Jansa Foto: AFP/Olivier Hoslet
Seinem Groll über die Vertreibung der ungarischen Gesinnungsfreunde aus Europas christdemokratischer Parteienfamilie EVP lässt der slowenische Parlamentarier Branko Grims (SDS) freien Lauf. Die EVP begehe einen „politisch fatalen Fehler“, polterte der Parteigänger von Premier Janez Jansa nach dem EVP-Austritt der ungarischen Fidesz-Partei in dieser Woche per Twitter über die „große Ungerechtigkeit gegenüber den Ungarn“: „Auch die SDS sollte die EVP verlassen.“