Westafrika
Sierra Leone verhängt nach Protesten Ausgangssperre
Ein Mann spaziert am 17. Juli 2022 über einen Strand in Freetown Archivfoto: AFP
Nach gewaltsamen Protesten gegen die Regierung gilt im westafrikanischen Land Sierra Leone seit Mittwoch eine landesweite Ausgangssperre. Vizepräsident Mohamed Juldeh Jalloh begründete dies in einer Fernsehansprache damit, dass auch „unschuldige Zivilisten und Polizeibeamte“ getötet worden seien. Zudem seien öffentliche Gebäude und Polizeistationen niedergebrannt worden. Eine Opferzahl nannte er nicht. Der Vizepräsident warf den Demonstranten vor, die Regierung von Präsident Julius Maada Bio mit Gewalt stürzen zu wollen.