Porträt
„Sie werden uns nicht aufhalten können“: Mit Brooklyn-Akzent und linker Politik will Bernie Sanders US-Präsident werden
In den USA steigt die Spannung. Die große Frage, wer von den Demokraten im Herbst gegen Donald Trump antreten wird, wird am Dienstag mindestens zum Teil beantwortet. An diesem Super Tuesday finden in 14 Bundesstaaten Vorwahlen statt. Der Favorit heißt mittlerweile Bernie Sanders. Dabei lag der Alt-Linke noch vor wenigen Monaten fast hoffnungslos im Hintertreffen. Dass dem jetzt nicht mehr so ist, stellt auch die Demokraten vor ein Problem – Sanders, der Unabhängige, wird ihnen nie ganz geheuer sein können.
Keiner begeistert die Massen zurzeit so wie Bernie Sanders – Amerika fragt sich nun, ob der Alt-Linke ein möglicher Präsident sein könnte Foto: AFP/Eric Baradat
„Man kann nicht alles gewinnen.“ Bernie Sanders scheint nach der Vorwahl in South Carolina und kurz vor diesem wohl richtungsweisenden Dienstag, in dem in gleich 14 Bundesstaaten Vorwahlen stattfinden, nicht wirklich besorgt, als er zu seinen Anhängern spricht. Dabei setzte es für den Hoffnungsträger der amerikanischen Linken gerade den ersten Dämpfer. Joe Biden, sein größter Konkurrent um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten, gewann mit klarem Vorsprung. Doch Sanders kennt natürlich die Vorhersagen. Die sehen keine Trendwende zugunsten Bidens, sondern den Senator aus Vermont in den bevölkerungsreichen Staaten Kalifornien und Texas uneinholbar vorne. Die Stunde des Außenseiters, sie könnte geschlagen haben. „Und jetzt“, ruft Sanders, „jetzt nehmen wir den 'Super Tuesday' in Angriff.“