Älteste Balkanbaustelle
Serbien feiert die Vollendung des Belgrader Doms
Was lange währt, wird doch noch fertig: 85 Jahre nach der Grundsteinlegung werden die serbisch-orthodoxen Christen am heutigen Donnerstag die Vollendung des Doms des Heiligen Sava in Belgrad feiern. Vor allem Kriege hatten die Fertigstellung des monumentalen Gotteshauses immer wieder verzögert.
Vergangene Woche wurden noch Baugerüste im Inneren des Domes abgebaut Foto: Oliver Bunic/AFP
Das Ende der ältesten Dauerbaustelle auf dem Balkan kommt in Sicht. Hektisch verlegen Arbeiter vor dem wuchtigen Kuppelbau in Serbiens Hauptstadt Belgrad die letzten Pflastersteine. Neugierige Gläubige drängeln sich in der Eingangshalle des Doms des Heiligen Sava, um schon vor der heute steigenden Feier zur Fertigstellung des Gotteshauses einen Blick auf die glitzernde Pracht des 15.000 Quadratmeter großen Mosaiks zu erhaschen: Blattgold und das Funkeln von 50 Millionen verlegten Glassteinchen tauchen die 77 Meter hohe Kuppel in einen betörend güldenen Schein.