Bosnien

Serbenführer zieht Sezessionsschraube an: Erste Beamte der nationalen Polizeibehörde Arbeitsplätze verlassen

Sarajevo ist entsetzt, Bosniens Schutzmächte wirken rat- und tatenlos: Serbenführer Milorad Dodik treibt den Vielvölkerstaat immer tiefer in die Krise. Seinen jahrelangen Sezessionsdrohungen lässt der russophile Präsident der Republika Srpska nun erstmals Taten folgen

Serbenführer Milorad Dodik (M.) spielt im Vielvölkerstaat Bosnien-Herzegowina mit dem Feuer

Serbenführer Milorad Dodik (M.) spielt im Vielvölkerstaat Bosnien-Herzegowina mit dem Feuer Foto: Elvis Barukcic/AFP

Unablässig kreisten die eilig von den Schutzmächten zur Überwachung des Luftraums entsandten Aufklärungsflugzeuge am Freitag über dem bosnischen Banja Luka. Dabei spielte sich das jüngste Drama in Bosniens Vielvölkerlabyrinth nicht in lichten Höhen, sondern am Boden der Hauptstadt des Teilstaats der Republika Srpska ab: Auf angeblich mündliche Anordnung der Teilstaatpolizei wurden die Beamten der nationalen Polizeibehörde SIPA zum Verlassen ihrer Arbeitsplätze in Banja Luka genötigt.

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