Balkan

Schwimmende Müllhalden verschandeln die Flüsse

Alljährlich im Winter spült Hochwasser den Unrat wilder Ufer-Deponien in die Balkan-Flüsse: Ein Mülldrama epischen Ausmaßes vergällt den Anwohnern am bosnisch-serbischen Grenzfluss Drina nun das orthodoxe Weihnachtsfest.

Die Drina, Grenzfluss zwischen Serbien und Bosnien-Herzegowina, galt als einer der schönsten Flüsse Europas – bis das Plastik kam 

Die Drina, Grenzfluss zwischen Serbien und Bosnien-Herzegowina, galt als einer der schönsten Flüsse Europas – bis das Plastik kam  Foto: AFP/Elvis Barukcic

Es stinkt und schwimmt und scheint kein Ende zu nehmen: Nur mit dem Kameraauge von Flugdrohnen ist das Ausmaß der auf dem serbisch-bosnischen Grenzfluß Drina treibenden Müllmassen zu erfassen. Das verrottete Treibgut von Müllsäcken, Plastikflaschen, Fässern, Autoreifen und Baumstämmen hat die Sicht auf die grünen Fluten des Potpec-Stausees im bosnischen Visegrad völlig verdeckt: Auf mittlerweile sieben Hektar wird die Oberfläche der schwimmenden Deponie geschätzt, die sich gegen die Staumauer des Wasserkraftwerks „HE Visegrad“ drückt.

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