Deutschland
Scholz oder Pistorius: Kanzlerpartei ist bei der Kanzlerkandidatur offen gespalten
Die SPD steht vor der Entscheidung: Olaf Scholz oder Boris Pistorius als Kanzlerkandidat? Die Parteiführung will bis Ende des Monats Klarheit schaffen – doch der Zeitplan scheint kaum zu halten.
Boris Pistorius meinte jüngst, in der Politik sollte man nie etwas ausschließen. Und dürfte damit auch eine Kanzlerkandidatur gemeint haben. Foto: Nicolas Tucat/AFP
Am 23. Februar finden vorgezogene Neuwahlen statt, also in weniger als 100 Tagen. Doch die SPD ringt noch mit sich, wen sie als Kanzlerkandidaten in dem Turbowahlkampf aufstellen soll: den amtierenden Kanzler Olaf Scholz, der zwar mit desaströsen Umfragewerten belastet ist, aber reichlich Regierungserfahrung und eine für ihn vorbereitete Kampagne samt Plakatmotiven vorweisen kann? Oder doch Verteidigungsminister Boris Pistorius, der erfrischend anders als Scholz kommunizieren kann, beliebtester Politiker Deutschlands ist, bislang auf Bundesebene aber nur den Job im Wehrressort hatte und daher ebenfalls ein Risiko darstellen dürfte für die Parteistrategen?