Sommersaison
Schleimige Plage: Die Meerwalnuss bedroht Kroatiens Fischbestand – und den Tourismus
Mit Bangen blicken Kroatiens Adria-Gastronomen der zweiten Corona-Saison entgegen. Denn Meeresbiologen rechnen für den Sommer schon jetzt mit einer starken Zunahme eher unerwünschter Küstengäste. Die Meerwalnuss gefährdet den Fischbestand – und droht das Baden zum glitschigen Vergnügen zu machen.
Die Miniaturqualle könnte zu einer Bedrohung für den Tourismus in der Mittelmeer-Region werden Symbolbild: Grgo Jelavic/Pixsell via XinHua/dpa
Sie ist klein, durchsichtig und zart – und wird von Fischern und Gastronomen dennoch gleichermaßen gefürchtet. Seit die ursprünglich an der Atlantik-Küste Nord- und Südamerikas beheimatete „Meerwalnuss“ vermutlich am Rumpf oder im Balastwasser von Frachtschiffen in den 80er-Jahren ins Schwarzmeer gelangte, ist die gefräßige Rippenqualle auch wegen des Klimawandels und fehlender natürlicher Feinde in Europas Meeren auf dem Vormarsch: Selbst in der relativ kalten Ostsee wurde die nur wenige Zentimeter große Miniqualle in den letzten Jahren vermehrt gesichtet.