Bulgarien

Schatten der Ungewissheit über Bulgariens Zeitenwende

Überschattet von heftigen Politturbulenzen geht Bulgarien in das neue Euro-Zeitalter. Wirtschaftlich hat das EU-Schlusslicht zwar kräftig aufgeholt. Doch es sind die demokratischen Defizite, die vor allem jüngere Bulgaren den Bruch mit der Hinterzimmerpolitik, Vetternwirtschaft und dem Parteienfilz fordern lassen.

In einem Dorfladen in der Ortschaft Chuprene im Nordwesten Bulgariens wird einstweilen noch mit der Landeswährung Lew bezahlt

In einem Dorfladen in der Ortschaft Chuprene im Nordwesten Bulgariens wird einstweilen noch mit der Landeswährung Lew bezahlt Foto: AFP

Geduldig harren die auf den Stufen der Nationalbank in Sofia aufgereihten Menschen auf Bulgariens Zeitenwende – und das neue Geld. Er wolle sich das Startset mit den neuen Euro-Münzen „zur Erinnerung“ kaufen, sagt ein junger Mann mit Pudelmütze: „Für mich ist die Einführung des Euro positiv.“ Auf den Euro habe er „20 Jahre lang gewartet“, bekennt der weißhaarige Rentner Aleksandar Lasarow. Verständnis für die Ängste der Euro-Skeptiker hat er nicht: „Das ist nur die Folge der Propaganda Moskaus.“

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