Bulgarien

Russophiler Ex-Präsident Radew laut Exitpolls klar vorn

Bei Bulgariens achter Parlamentswahl in fünf Jahren hat sich erneut ein Parteineuling auf Anhieb zur stärksten Kraft des Landes gemausert. Laut ersten Exitpolls liegt die PB des russophilen Ex-Präsidenten Radew weit vor der rechten Gerb und der liberalen PP-DB, könnte aber auf Partner angewiesen sein.

Rumen Radew spricht vor Koalitionspartnern, politische Zusammenarbeit und Regierungsbildung in Bulgarien

Rumen Radew wird auf Koalitionspartner angewiesen sein Foto: Dimitar Kyosemarliev/AFP

Neue Besen verkaufen sich in Bulgarien immer besser: Bei der achten Parlamentswahl in fünf Jahren hat sich laut den ersten am Sonntagabend veröffentlichten Nachwahlbefragungen mit dem Mitte-Links-Bündnis „Progressives Bulgarien“ (PB) des russophilen Ex-Präsidenten Rumen Radew wieder einmal ein Parteineuling klar als stärkste Kraft durchgesetzt.

Die Exitpolls sehen die PB mit 38,9 Prozent der Stimmen weit vor der rechten Gerb-Partei von Ex-Premier Bojko Borissow (15,4 Prozent), dem proeuropäischen Anti-Korruptionsbündnis PP-DB (13,6 Prozent), der als Partei der türkischen Minderheit geltenden Oligarchenpartei DPS (7.5 Prozent) sowie den prorussischen Nationalisten der stark gerupften „Wiedergeburt“ (5,1 Prozent). Bis zuletzt musste die sozialistische PSB (4,1 Prozent) um den Sprung über die Vierprozenthürde bangen.

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