Analyse

Russlands „Ziel“ in der Ukraine ist eine Worthülse

In der Ukraine laufe alles nach Plan, sagt der russische Präsident Wladimir Putin. Der Satz ist längst zu einem Mantra geworden. Was aber ist Moskaus „Plan“?

In Moskau üben Soldaten eifrig für die Parade des 9. Mai, während der Kreml in der Ukraine tausende ihrer Kameraden in den sicheren Tod schickt

In Moskau üben Soldaten eifrig für die Parade des 9. Mai, während der Kreml in der Ukraine tausende ihrer Kameraden in den sicheren Tod schickt Foto: AFP/Natalia Kolesnikova

Als der russische Präsident Wladimir Putin am 24. Februar seinen Marschbefehl zum Überfall der Ukraine gibt und diesem den euphemistischen wie aufgezwungenen Ausdruck „militärische Spezialoperation“ verleiht, sagt er Sätze, die er seit mittlerweile mehr als zwei Monaten wiederholt. Russische Truppen kämpften „für Russland, für ein friedliches Leben der Menschen im Donbass, für die Denazifizierung und Demilitarisierung der Ukraine“. Ein vom Westen geschaffenes „Anti-Russland“ direkt an der russischen Grenze, so Putin in seinem hasserfüllten Ausbruch, solle Russland nicht mehr bedrohen, auch nicht mit Atomwaffen, „wie es zuletzt der Fall war“, sagt er. Das ist das Konstrukt, das Putin vorgibt.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren