Kriegsverbrechen
Russland setzt Vergewaltigungen bewusst als Waffe im Krieg gegen die Ukraine ein
Immer wieder versagt Elena die Stimme, dennoch will sie ihre Geschichte erzählen: Wie sie von zwei russischen Soldaten stundenlang vergewaltigt wurde – weil ihr Mann ukrainischer Soldat ist. Elenas Bericht bestätigt die Befürchtungen von Menschenrechtsorganisationen, dass Russland Vergewaltigungen bewusst als Waffe im Krieg gegen die Ukraine einsetzt.
Elena erzählt ihre Geschichte in Saporischschja Foto: Bulent Kilic/AFP
Es passierte am Nachmittag des 3. April in der Region Cherson in der Nähe des Schwarzen Meeres. „Gegen drei Uhr Nachmittag ging ich in einen Lebensmittelladen. Während ich in der Schlange stand, kamen russische Soldaten herein und begannen, sich mit Kunden zu unterhalten“, berichtet Elena, die in Wirklichkeit anders heißt. „Ich habe nicht verstanden, worum es ging.“ Doch dann zeigte ein Mann auf sie und sagte zu den russischen Soldaten: „Das ist die Frau eines Militärs. Wegen solchen Leuten ist der Krieg ausgebrochen.“