„Sicherheitskrise“

Russischer Maulwurf wühlt Schweden auf

Wenige Tage vor der Parlamentswahl erschüttert eine Russland-Affäre die schwedische Rechte. Eine Mitarbeiterin der Schwedendemokraten soll über Jahre Kontakte ins Umfeld der russischen Botschaft gepflegt und prorussische Inhalte verbreitet haben. Die Opposition fordert Konsequenzen.

Schwedens Premierminister Ulf Kristersson steht kurz vor der Wahl wegen der Russland-Affäre bei den Schwedendemokraten unter Druck

Schwedens Premierminister Ulf Kristersson steht kurz vor der Wahl wegen der Russland-Affäre bei den Schwedendemokraten unter Druck Foto: AFP

„Wir haben es hier mit einer Sicherheitskrise zu tun“, so Peter Hultqvist, Sozialdemokrat und ehemaliger Verteidigungsminister Schwedens, der verlangt, dass sich Premierminister Ulf Kristersson vor einem Ausschuss rechtfertigt.

Der Stein des Anstoßes: Eine Angestellte im Büro von Jimmie Akesson, dem Parteichef der rechten Schwedendemokraten, hat Kontakte zu Russland. Akessons Partei stellt zwar keine Minister, stützt jedoch die bürgerliche Minderheitsregierung, ist an Entscheidungen beteiligt und hat auch Zugang zu entscheidendem Regierungswissen.

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