Nach den Wahlen

Rumänien auf rechtsextremer Corona-Welle

Die Pandemie und die niedrigste Wahlbeteiligung seit der Wende haben Rumäniens regierenden Nationalliberalen ein Debakel beschert. Überraschend gelang dem rechtsextremen Parteineuling AUR der Parlamentseinzug – und konnten sich die oppositionellen Sozialisten als stärkste Kraft behaupten.

Ludovic Orban, Premierminister von Rumänien, nach der bitteren Wahlniederlage

Ludovic Orban, Premierminister von Rumänien, nach der bitteren Wahlniederlage Foto: AP/Andreea Alexandru

Der Mann ohne Maske verspürte allen Grund zur Freude. Immer wieder unterbrachen die Schlachtgesänge seiner Anhänger die Ausführungen des Politnovizen. „Als Sieg des rumänischen Volkes“ bezeichnete George Simion den erstmaligen Parlamentseinzug seiner erst im letzten Jahr gegründeten „Allianz für die Union der Rumänen“ (AUR): „Wir sind keine Extremisten, aber radikal gegenüber dem System, das die Hoffnung auf ein Leben in Rumänien in den letzten 30 Jahren zerstört hat. Wir repräsentieren eine neue Kraft – und wir werden unseren Weg fortsetzen.“

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