Großbritannien
Rennen um Vorsitz der geschlagenen Konservativen verspricht amüsant zu werden
Seit der folgenschweren Brexit-Entscheidung im Juni 2016 haben die einst disziplinierten britischen Torys mindestens so viel Zeit auf innerparteilichen Streit verwendet wie auf das Regieren der sechstgrößten Volkswirtschaft der Welt.
Die Kandidaten: (v.o.l.n.u.r.): Kemi Badenoch, Robert Jenrick, Mel Stride, James Cleverly, Tom Tugendhat und Priti Patel Foto: Uncredited/UK Parliament/AP/dpa
Liberalkonservative Internationalisten, rechte Law&Order-Freunde, nationalistische Hardliner – die Partei zerfiel in Gruppen und Grüppchen, die sich albernerweise „Forschungseinheiten“ oder sogar à la Mafia „Familien“ nannten. Lustvoll prügelten die jeweiligen Sprecherinnen auf das verfeindete Lager ein, dabei eifrig angespornt von den britischen Medien, die jede anonym verbreitete Sottise zur Nachricht aufbliesen.