Japan

Regierungschef Kishida kündigt Rückzug an

Ein Parteispendenskandal in Japans Dauerregierungspartei LDP hat Konsequenzen. Parteichef Kishida will nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Damit bekommt das G7-Land bald einen neuen Regierungschef.

Fumio Kishida, Regierungschef von Japan, spricht während einer Pressekonferenz in seinem Büro, als er bekannt gibt, dass er bei der bevorstehenden Wahl des Parteivorsitzes im September nicht kandidieren wird

Fumio Kishida, Regierungschef von Japan, spricht während einer Pressekonferenz in seinem Büro, als er bekannt gibt, dass er bei der bevorstehenden Wahl des Parteivorsitzes im September nicht kandidieren wird Foto: Philip Fong/Pool AFP/AP/dpa

Japans im Umfragetief steckender Regierungschef Fumio Kishida gibt auf. Er werde sich bei der im September anstehenden Wahl zum Vorsitzenden seiner Liberaldemokratischen Partei (LDP) nicht zur Wiederwahl stellen, sagte Kishida. Der Chef der seit Jahrzehnten fast ununterbrochen regierenden Partei ist gewöhnlich auch der Ministerpräsident. Kishida übernimmt damit die Verantwortung für einen politischen Spendenskandal, in den einige der innerparteilichen Machtgruppen verwickelt sind. Er stand wegen des Umgangs damit zunehmend in der Kritik. Die Zustimmungswerte für seine Regierung, die im Oktober 2021 antrat, fielen in der Folge unter 30 Prozent.

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