Großbritannien
Regierung und Opposition weichen ihre Umweltpolitik auf
Unter dem Eindruck einer Nachwahl, bei der die Umweltpolitik eine gewichtige Rolle spielte, rücken beide große Parteien Großbritanniens von ehrgeizigen Zielen beim Klimaschutz ab.
Protestler vor einem britischen Gericht wollen keine Maßnahmen für eine bessere Luftqualität Foto: AFP/Henry Nicholls
Seine Labour-Party hat jetzt der Ex-Premier Tony Blair davor gewarnt, mit Energie-Preiserhöhungen und Auto-Maut „die Bevölkerung zu überfordern“. Die konservative Regierung von Premierminister Rishi Sunak legt ein umfangreiches Recycling-Programm auf Eis, genehmigt aber eine neue Kohlengrube und mehr Ölförderung in der Nordsee. Schon drohen Umweltverbände mit massiven Protesten für den Fall, dass der gesetzlich vorgeschriebene Abbau von klimaschädlichen Emissionen ins Stocken gerät.