EU-Parlament

Rauswurf mit Ansage: ADR-Politiker Fernand Kartheiser aus der EKR-Fraktion ausgeschlossen

Der luxemburgische EU-Parlamentarier Fernand Kartheiser wurde am Mittwoch im Europäischen Parlament (EP) aus seiner Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (EKR) ausgeschlossen. Ein schwerer Schlag für den ADR-Abgeordneten und mitunter auch für seine Partei.

Fernand Kartheiser (am Rednerpult) begrüßte Viktor Orbans (im Vordergrund) Reise zu Putin, sehr zum Leidweisen der EKR-Fraktion

Fernand Kartheiser (am Rednerpult) begrüßte Viktor Orbans (im Vordergrund) Reise zu Putin, sehr zum Leidweisen der EKR-Fraktion Foto: Alain Rolland/European Union 2024/EP

Es war ein Rauswurf mit Ansage: Seit Monaten taten sich die Spitzen der EKR-Fraktion schwer mit dem ADR-Abgeordneten aus Luxemburg, der hinsichtlich des Umgangs mit Russland und dem russischen Aggressionskrieg in der Ukraine partout nicht auf der Linie der Fraktion war. Bei Abstimmungen über die Unterstützung der Ukraine durch die EU stimmte Fernand Kartheiser als einer von wenigen aus seiner Fraktion immer gegen die EKR-Mehrheit. In Redebeiträgen sprach er sich für Diplomatie anstatt weiterer Waffenlieferungen und Finanzhilfen an die Ukraine aus oder begrüßte die sogenannte „Friedensmission“ des ungarischen Regierungschefs und damaligen EU-Ratsvorsitzenden Viktor Orban im Herbst 2024 in Moskau.

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