Standpunkt

Putins Krieg sprengt die Wahl in Frankreich

Wladimir Putins Krieg gegen die Ukraine hat gravierende Auswirkungen auf den französischen Präsidentschaftswahlkampf. Vor der russischen Invasion gab es unter den Spitzenkandidaten drei Putin-Unterstützer: den Links-außen-Kandidaten Jean-Luc Mélenchon sowie die Rechts-außen-Kandidaten Marine Le Pen und Eric Zemmour.

Sie werden das Rennen unter sich ausmachen: der französische Präsident Emmanuel Macron und die Rechts-außen-Kandidaten Marine Le Pen

Sie werden das Rennen unter sich ausmachen: der französische Präsident Emmanuel Macron und die Rechts-außen-Kandidaten Marine Le Pen Foto: AFP/Ludovic Marin

Während sich Le Pen (im Jahr 2017) stolz mit Putin fotografieren ließ, die Annexion der Krim guthieß und Chefin einer Partei war, die Kredite von russischen Banken erhielt, hat Zemmour seiner Bewunderung für Putin Ausdruck verliehen und ihn als „Patrioten“ bezeichnet. Mélenchon seinerseits befürwortet seit langem den französischen NATO-Austritt, worin sich sein Anti-Amerikanismus und seine Sympathie für lateinamerikanische Linke wie Fidel Castro und Hugo Chávez widerspiegelt. Alle drei Präsidentschaftskandidaten beharrten voll Zuversicht darauf, dass Putin nicht in die Ukraine einmarschieren würde.

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