Ukraine
Putin lässt vermehrt russische Pässe in besetzten Gebieten anbieten
Russland betrachtet den Donbass und die besetzten Gebiete in der Ukraine immer mehr als eigenes Territorium – und unterstreicht das mit dem Verteilen russischer Pässe.
Zuerst werden den Menschen in der Ostukraine ihre Häuser zerstört, danach sollen sie brave Bürger Russlands werden Foto: AFP/Miguel Medina
Im Schnellverfahren zum russischen Staatsbürger: Der Russisch-Test fällt weg, auch der Nachweis, fünf Jahre in Russland gelebt zu haben, ist nicht nötig, ebenfalls der Beleg eines ausreichenden Einkommens nicht. So heißt es in einem Ukas, mit dem Russlands Präsident Wladimir Putin allen Ukrainern „anbietet“, sich mittels eines vereinfachten Verfahrens in Russland einbürgern zu lassen. Zunächst hatte der Plan für die sogenannten „Volksrepubliken“ Donezk und Luhansk und die besetzten Gebiete Cherson und Saporischja gegolten. Mit dem nun unterschriebenen Ukas weitet der Kreml-Herrscher diesen auf das gesamte ukrainische Gebiet aus – und schafft damit Fakten, die politische Folgen nach sich ziehen.